Begleitung von Kindern

 

Kinder haben meist noch ein natürliches Empfinden davon, dass sie ein Recht darauf haben, mit dem, was sie fühlen und wie sie es fühlen, von einem erwachsenen Gegenüber gefühlt zu werden. Wenn sie in dieser Zeit die Erfahrung machen, dass da wirklich jemand ist, der sich von ihnen berühren lässt, der sie ernst nimmt, der ihnen einen Raum gibt, in dem sie fühlen dürfen, was sie fühlen  (ohne das es zwingend ausagiert werden muss), entwickeln sie ein Herzwissen um ihre eigene Richtigkeit und Existenz jenseits von Verhalten und Meinungen.

Ich verstehe dies - sein Kind in allem, was es fühlt zu fühlen und darin zu beantworten - als primäre Aufgabe und Herausforderung von Elternschaft. Was aber, wenn ihr als Eltern dies aus euren eigenen Verwundungen und Knoten heraus nicht könnt? Oder eben nur bedingt.

 

Als Kind hätte ich mir rückblickend von meinen Eltern gewünscht, dass sie...

1. ehrlich zu sich nehmen, dass sie mir nicht geben können, was ich brauche und nicht versuchen, mich oder mein Verhalten zum Problem zu machen;

2. sie sich selbst für ihre eigenen Prozesse und Verwundungen liebende heilende Unterstützung suchen und für ihren eigenen Heilungsprozess Verantwortung übernehmen

und erst dann:

3. mir - als Kind - Menschen finden, die mich in dem begleiten, fühlen und unterstützen, wo sie selbst die Kapazität nicht haben WÄHREND sie selbst sich um ihre Verwundungen kümmern und lernen, mich zu fühlen mit jeder Emotion, die sich ihr eigenes Herz fühlend zurückerobert.

 

Wenn du als Elternteil oder ihr als Eltern hierzu eine grundsätzliche Bereitschaft fühlt, ist es mir eine Ehre und Freude, euch auf diesem Weg zu begleiten und zu unterstützen. 

 

In Ergänzung zu Begleitung von Kindern  biete ich Eltern (wo sich dies hilfreich und sinnvoll anfühlt) zusätzlich gemeinsame Treffen / Gespräche an, um  z.B. darin zu unterstützen, wie ihr miteinander sein könnt, wenn dein Kind etwas fühlt, was du selbst nicht fühlen kannst oder willst*.

 

* Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass sein Kind wirklich als das Wesen, was es ist, und mit allem, was es fühlt zu fühlen, Jahre intensiver eigener Prozessarbeit und Dekonstruktion der eigenen Schutzmechanismen bedarf. Es ist also nichts, was du einfach "können müsstest", sondern etwas, das nur möglich ist zu erfahren, wenn du selbst die Erfahrung gemacht hast, in einem ungeschützten Herzen einer erwachsenen Bezugsperson zu landen und zu heilen. Kaum jemand hat diese Erfahrung bisher gemacht.