Nach meiner Schulzeit in Berlin zog es mich für ein Jahr in die estnische Wildnis, wo ich zwischen Mooren, Elchen und Wölfen vor allem mich selbst fand. Und im Austausch mit anderen, die in Deutschland und Europa einen Freiwilligendienst verbrachten, einen ersten Blick dafür bekam, wie reich, individuell und zugleich verbunden wir in der Welt sein können. 

Auf der Suche nach einem Studiengang, der zu mir passt wanderte ich danach von den Umweltwissenschaften, die mir zu technisch waren, zur Biologie, in der ich die Brutalität im Umgang mit Tieren nicht weiter mittragen wollte zur Geographie, wo ich mich in meiner Begeisterung für Gaia, ihre beeindruckenden lebendigen Prozesse und meiner Liebe zu Steinen wiederfand. Was mir aus naturwissenschaftlicher Sicht fehlte, ergänzte die Weiterbildung Naturpädagogik, in der ich vielmehr spielend und forschend MIT den Elementen, Steinen, Pflanzen, ... tanzte, anstatt sie mir lediglich von außen anzusehen.

Noch mehr Tiefe (in Hinblick auf meine eigenen Prozesse), Kontext (durch essentielle gesellschaftliche Fragen: wie wollen wir leben? was ist Lernen? wie möchten wir, dass Kinder aufwachsen?) und echte persönliche Herzensresonanz fand ich in der Wildnispädagogik, die mir über Jahre ein erstes echtes zu Hause auf der Erde wurde und für lange Jahre mein Forschungs- und Entwicklungsraum war. Hier war Magie. Wurde ich erinnert an alte Fähigkeiten und intuitives Herzwissen. Fand Menschen, die mir die richtigen Fragen stellten  und eine Gemeinschaft, in der jede Geschichte gehört wird.

Was ich jedoch nicht fand und damals auch so nicht hätte in Worte fassen können, war ein persönlicher Heilungsweg hin zu all den Wundhäufchen und Lösungsknoten meiner Seele  und jemanden, der mich ganz persönlich liebend und meinend über Jahre durch diese sehr lohnende, tiefe und herausfordernde Reise durch meine innere Landschaft begleitet. Diese fand ich schließlich - eingeladen durch meine liebste Seelenfreundin -  in Iona von der Werth. Und in dem von ihr in die Welt gebrachten und stetig weiterentwickelten Paradigma InDivinality einen Kontext, in dem  das Leben, die Welt und alles, was ich fühle stetig mehr Sinn ergibt. Erst hier, in einem Weltbild, dass uns als primär emotionale - und darin zutiefst göttliche - Wesen erkennt, kann ich mich zunehmend entspannen und es langsam wagen, Schritt für Schritt als Seele ganz Mensch sein und all die Widersprüche und innerseelischen Splits zu heilen, die mich bisher davon abhalten, ganz hier und jetzt zu sein. Dabei verändert sich das WAS ich liebe (Menschen begleiten, mit meinen Händen erschaffen, Naturverbindung vertiefen) realitiv wenig (wenngleich fast jede Liebe dafür einmal sterben musste). Das WIE jedoch und der Fleck aus, von dem ich begleite, kreiere, erschaffe, ... verändert sich mit jedem Schritt, den ich in mir gehe und jeder Wunde, die ich in mir fühlend heile, fundamental.  

So fühle ich mich mittlerweile selbst an einem Punkt in meinem Prozess und meinem Leben, wo ich beginnen möchte, meinerseits Menschen tiefer auf ihrem individuellen Weg zu begleiten.